Analyse von Mass Customization Portalen

Als Zwischenergebnis von MAC4U wurde in der frühen Projektphase eine Analyse der drei bereits existierenden Mass Customization Portale Ponoko, Shapeways und i.materialise durchgeführt und deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in verschiedenen Aspekten durchgeführt.  Eine Zusammenfassung der Analyse soll hier im Folgenden gegeben werden. 

Material

Auf einer Übersichts-Seite werden die Materialien aufgelistet. Nach der Wahl des Materials gelangt man auf eine detaillierte Material-Seite, die die wichtigen Qualitäten des Materials sowie die Versandinformationen beschreibt. Ponoko liefert die größte Auswahl an Materialien, die sowohl den 3D-Druck aber auch andere Materialien enthält und getrennt und kombiniert werden können. Das Sortierverfahren nach Verfügbarkeit für unterschiedliche Länder lässt den Kunden aus fünf Regionen auswählen. Das Sortierverfahren bei Shapeways erlaubt die Auswahl von Materialien nach Kriterien wie Preis, Härte oder Volumen- und Oberflächengrößen. Man kann sich einen Überblick über verschiedene Merkmale verschaffen. Des Weiteren bietet das Portal die Möglichkeit des Materialvergleichs sowie den Kauf von Sample Kits. I.materialise bietet kein Sortierverfahren an aufgrund der geringen Materialauswahl. Der Material-Detailseite können Informationen über Technologien und Fertigungsarten entnommen werden.

Verkäufer

Alle Anbieter haben eine „sell your own product“-Funktion. Für den Verkaufsprozess werden ein eigener Account sowie ein Paypal-Account benötigt. Ponoko richtet dem Verkäufer einen „Showroom“ mit URL ein. Dort kann der Verkäufer seine Produkte oder Pläne hineinstellen und verkaufen. Eine Share-Funktion gibt dem Verkäufer die Möglichkeit, Produkte in Soziale Netzwerke, E-Mails oder Blogs zu integrieren bzw. zu teilen. Bei Shapeways wird der Shop durch die Festlegung eines Shop-Namens und der Vergabe einer URL kreiert. Der Verkäufer kann seinem Shop ein Logo und eine Beschreibung hinzufügen, um Werbung zu machen. Nach Hochladen des Designs können Informationen zum Produkt bereitgestellt werden. Die i.materialise-Verkaufsfunktion ist einfacher aufgebaut. Die i.materialise-Verkaufsfunktion ist etwas einfacher aufgebaut. Der Designer muss lediglich die Verkäuferoption betätigen. Anschließend wird Schritt für Schritt die Produktseite aufgebaut, auf welcher der Verkäufer den Preis für das entsprechende Produkt festlegen kann.

Eigenes Design

Es kann zwischen dem Upload eines eigenen Designs und der Änderung eines vorhandenen Designs gewählt werden. Der Designer kann seine Designs mit Hilfe der vorgeschlagenen Software-Tools kreieren. Unerfahrene Designer können verschiedene Online-Applikationen nutzen, um vorgefertigte Designs zu individualisieren. Entwürfe können unter anderem im STL-Format (Stereolithographie) hochgeladen werden. Die 3 Portale bieten folgende unterschiedliche Wege zur Lösung der gestalterischen Bestrebungen an:

·         Ponoko bietet zwei Apps an: App Gateway, einer Plattform für Applikationen von Dritt-Anbietern, sowie das Developer Programm, ein Forum mit making apps-Ideen sowie technischer Hilfe für neue App-Developer.

·         Shapeways: Hire a Designer Funktion sowie Möglichkeit, selbst mit vorgeschlagenen 3D-Programmen Objekte zu entwerfen.

·         i.materialise: In der Creation Corner hat der Designer die Möglichkeit, von Herstellern vorgefertigte Sets herunterzuladen. Mit 3D-Modelling Programmen wird ein individualisiertes Design entworfen.

Kundenwünsche

Eine Möglichkeit auf Kundenwünsche einzugehen, existiert z.B. in Form einer eigenen Texteingabe, die der Kunde selber vornehmen kann. Dazu steht dem Kunden eine beschränkte Auswahl an Schriften und Zeichenanzahl zur Verfügung. Eine Vorschauoption ist nicht immer möglich, dies ist abhängig vom Plattformanbieter und Designer. 

Konfigurator

Für Nicht-Designer gibt es Apps, um einfache Entwürfe zu erstellen. Hierfür werden verschiedene Apps der unterschiedlichen Plattformen und  Anbieter aufgelistet – eigene und Dritt-Anbieter. Diese Applikationen bieten den Kunden jedoch nur limitierte Möglichkeiten an. Beispielsweise kann die Oberfläche einer Vase verdreht und die Form mit einfachen Werkzeugen verändern werden, indem die vordefinierten Ankerpunkte betätigt werden.

Galerie

Jeder Anbieter bietet eine Such- und Sortierfunktion nach verschiedenen Kriterien an. Nach der Auswahl eines Produktes gelangt der Kunde auf die produkteigene Detail-Seite, auf der wichtige Informationen einzusehen sind. Produktbeschreibungen, Kaufoptionen sowie Informationen zum Designer werden präsentiert. Der Kunde hat zusätzlich die Möglichkeit den Designer direkt zu kontaktieren. Bei Ponoko ist der Showroom nach Produkten und Produktplänen sowie verkäuflich und kostenlos sortiert. Auf der Produktseite von Shapeways besteht die Möglichkeit das Produkt in den zuvor vom Desiner definierten Lösungsraum zu ändern (z.B. Farbe).

Dritt-Anbieter (KEES)

Dritt-Anbieter beschränken sich i.d.R. auf eine Produktkategorie. Dort können vorgefertigte Designs und eingeschränkte Individualisierungsmöglichkeiten vorgenommen werden (wie z.B. Texteingabe). Es besteht jedoch keine Möglichkeit eigene Designs zu verwirklichen. 

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